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Medizinische Folgevisite

Was bedeuten die Blutdruckmessungen?

 

Der Blutdruck oder arterielle Druck spiegelt den Druck wider, den das Blut auf die Arterien ausübt. Er wird durch zwei Messungen ermittelt: dem maximalen Druck, der entsteht, wenn sich der Herzmuskel zusammenzieht, und dem minimalen Druck, der dem Moment der Entspannung des Herzmuskels entspricht.

 

Maximaler Druck bei Kontraktion des Herzmuskels

Das Herz ist ein Muskel, der die Rolle einer Pumpe übernimmt. Wenn sich der Herzmuskel zusammenzieht, wird das darin enthaltene Blut mit hoher Kraft in die Arterien ausgestoßen. Der arterielle Druck ist dabei am höchsten. Da die Kontraktion als Systole bezeichnet wird, wird der maximale Druck auch systolischer Druck genannt.

Minimaler Druck bei Entspannung des Herzmuskels

Wenn sich das Herz entspannt, nimmt der Druck bis zu einem Minimum ab. Da diese Phase des Herzschlags als Diastole bezeichnet wird, wird dieser Zeitpunkt auch diastolischer Druck genannt.

Der Druck entwickelt sich je nach Bedarf des Organismus

Bei körperlicher Anstrengung beispielsweise benötigen die Muskeln mehr Energie und Sauerstoff. Diese Elemente werden über das Blut transportiert, daher verstärkt das Herz seine Arbeit (Auswurfleistung und Kontraktionsfrequenz), um die Versorgung zu erhöhen. Der arterielle Druck steigt also bei körperlicher Anstrengung und nimmt dann bei deren Einstellen wieder ab.

140/90: Diese Grenze darf nicht überschritten werden*

Im Ruhezustand sollte der Blutdruck stabil sein und die Werte 140 (systolischer Druck) und 90 (diastolischer Druck) nicht überschreiten.

Wird einer dieser Werte im Ruhezustand überschritten, so spricht man von Bluthochdruck.

Dieser konstante Überdruck gefährdet im Laufe der Zeit das Herz und die Gefäße. Er ist insbesondere ein Risikofaktor für eine Herz-/Kreislauferkrankung.

Der arterielle Druck steigt bei Anstrengung und sinkt im Ruhezustand. Wenn er zu stark erhöht ist (mehr als 140/90), liegt Bluthochdruck vor. Dieser gilt als Risikofaktor für eine Herz-/Kreislauferkrankung.

* Bei Diabetes oder Nierenerkrankungen gilt ein niedrigerer Wert als Grenzwert.


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Dr. Hannes Meier
 
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Allgemeinmedizin