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Medizinische Folgevisite

Krebs: Ich bekomme täglich unterstützende Pflege

 

Unterstützende Pflege wird in Verbindung mit den spezifischen Krebstherapien angeboten, um die Lebensqualität im Krankheitsverlauf sowohl in körperlicher als auch in psychischer und sozialer Hinsicht zu verbessern.

 

Was kann mir unterstützende Pflege bringen?

Als Brustkrebspatientin bekommen Sie eine spezifische Therapie: Chirurgie, Chemotherapie, andere medikamentöse Behandlungen oder auch Strahlentherapie. 
Diese Behandlungen können sich als ermüdend erweisen und mit mehr oder minder störenden Nebenwirkungen verbunden sein. 
Oft sind die Auswirkungen auf das Aussehen und Befinden (Brustentfernung, Haarausfall, Müdigkeit …) schwer zu ertragen. Ihre Krankheit kann Momente des Zweifelns, der Angst oder sogar eine Depression verursachen. Sie kann sich als ein Isolationsfaktor erweisen und die Beziehung zu Ihren Verwandten, Arbeitskollegen oder Bekannten beeinträchtigen.

Diese Aspekte müssen jedoch kein unabwendbares Schicksal sein.

Es gibt unterstützende Pflege, die Ihnen im Kontext Ihrer Krankheit hilft, mit dem Alltag fertig zu werden.
Die unterstützende Pflege wird von den behandelnden Ärzteteams eingerichtet und koordiniert, um Ihre Lebensqualität in psychischer, psychologischer und sozialer Hinsicht zu verbessern, indem Ihre spezifischen Bedürfnisse und die Ihrer Umgebung berücksichtigt werden. 
Diese Pflege kann am Ort Ihrer medizinischen Betreuung (Krankenhaus oder Klinik) oder auch zu Hause erfolgen.

Hilft unterstützende Pflege bei Schmerzen?

Ja, die Schmerztherapie ist ein wesentlicher Punkte der unterstützenden Pflege. 
Schmerzen sind unnötig und dürfen weder heruntergespielt noch banalisiert werden. Sie sollten Ihren Arzt darüber informieren: Er wird nach ihrer Ursache suchen und je nach deren Intensität angemessene Massnahmen ergreifen, damit Sie unter optimalen Bedingungen Schmerzlinderung erhalten. 
Eine regelmässige Bewertung ermöglicht, die Schmerztherapie Ihren Bedürfnissen anzupassen.
In hartnäckigen und komplizierten Situationen können Sie an Schmerztherapeuten weiterempfohlen werden.

Ich bin ängstlich und/oder depressiv. Kann mir unterstützende Pflege helfen?

Selbst wenn Ihre Sorgen und Ängste berechtigt sind, darf der seelische Schmerz sich nicht in die Länge ziehen. Er muss erkannt und ernst genommen werden, um begleitet, gelindert oder auch medikamentös behandelt zu werden. Psychoonkologen, Psychologen oder auf Krebspatienten spezialisierte Psychiater wirken in der Unterstützungstherapie mit und können Ihnen helfen.
Das Gespräch ist ein wesentlicher Bestandteil der Therapie. Dem Psychoonkologen können Sie Ihre Ängste anvertrauen oder mit ihm über Probleme sprechen, die Ihr Aussehen, Ihre familiären und sozialen Beziehungen oder Ihr Sexualleben betreffen. Psychologische Unterstützung kann Ihnen helfen, die negativen Auswirkungen der Krankheit auf Ihren Alltag zu überwinden. Die Psychotherapie zielt darauf ab, die Angst zu mindern, wieder Platz zu schaffen für Wünsche und dem Leben wieder Sinn zu geben, was durch die Krankheit erschwert wird. 
Das kann die Kommunikation mit der Familie und den Ärzten erleichtern.
Von Psychoonkologen geleitete Gesprächsgruppen bieten Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch mit anderen Patienten. Sie helfen dabei, in einem von Fachleuten abgesicherten Rahmen die Isolation zu überwinden.

Ich habe materielle, finanzielle und soziale Schwierigkeiten

Die Krankheit kann im Alltag zu echten Komplikationen führen, die sich schmerzlich kumulieren.
Mit Ihrem Einverständnis kann das Ärzteteam die Sozialabteilung des Krankenhauses bitten, Ihnen bei zuweilen komplizierten Schritten, die fachliche Kompetenzen erfordern (Rechte, sozialer Status, Zuschüsse...), Hilfestellung zu leisten. 
Der (die) Sozialhelfer(in) kann Kontakt mit den Behörden und den Sozialarbeitern Ihres Bezirks aufnehmen.

Ich habe Ernährungsprobleme

Die Krankheit kann sich störend auf den Appetit auswirken und zu Gewichtsverlust führen. Gewisse Medikamente können auch mit einer Gewichtszunahme verbunden sein.
Achten Sie darauf und sprechen Sie mit Ihrem Chemotherapeuten darüber. Er kann Sie an einen Ernährungsspezialisten, einen Arzt oder eine Diätassistentin überweisen.

Mein Arm ist geschwollen, er stört mich

Informieren Sie unverzüglich Ihren Arzt, damit er die Ursache diagnostiziert.
In manchen Fällen kann er Ihnen Massagen oder Lymphdrainagen verschreiben.

Ich fühle mich nicht wohl in meiner Haut. Kann ich in diesem Rahmen darüber sprechen?

Sie dürfen nicht darauf verzichten, für andere attraktiv zu bleiben und mit sich selbst zufrieden zu sein. 
Unterstützende Pflege umfasst auch Schönheitspflege. Kosmetikerinnen helfen Ihnen, das verlorene Selbstvertrauen wiederzufinden und Ihre Persönlichkeit zu unterstreichen.
Diese Kosmetikbehandlungen sind Entspannungsmomente, die für Ihr Wohlbefinden unentbehrlich sind.

Wie wird die unterstützende Pflege organisiert?

Eine unterstützende Pflege kann auf Anfrage der Patientin selbst oder auf Anweisung des Ärzteteams eingerichtet werden, das Probleme festgestellt hat. 
Ein multidisziplinäres Team, bestehend aus Ärzten, Krankenschwester, Psychologe, Sozialhelfer usw., identifiziert die Probleme und schlägt dann unterstützende Pflegemassnahmen vor, die sich günstig auswirken könnten.
Die unterstützende Pflege wird koordiniert, und der für den Patienten zuständige Onkologe wird regelmässig informiert.

Wann kann ich sie in Anspruch nehmen?

Unterstützende Pflege kann in jedem Krankheitsstadium eingerichtet werden. Gleich bei der Diagnosestellung, während der Krebstherapie und selbst nach Beendigung der Therapie.
Diese Behandlungen oder Therapien richten sich nach Ihren Bedürfnissen und können Sie so lange wie nötig begleiten.

 

Im Rahmen der Krebsbehandlung können Patienten von einer unterstützenden Pflege profitieren. Auch eine gute Schmerztherapie, die psychologische Begleitung und die soziale Unterstützung sind hilfreich.


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Dr. Hannes Meier
 
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Allgemeinmedizin