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Behandlung

Chronisches Nierenversagen

 

Als chronisches Nierenversagen (auch: chronische Nierenkrankheit) bezeichnet man den langsamen, über Monate und Jahre fortschreitenden Funktionsverlust der Nieren. Für die Entstehung einer solchen Erkrankung gibt es verschiedene Ursachen. Häufig sind Bluthochdruck, Diabetes mellitus oder wiederholte Entzündungen als Ursache auszumachen. Man geht davon aus, dass weltweit mehr als 500 Millionen Menschen an einer chronischen Nierenkrankheit leiden.

 

Aufgaben der Niere

Ausscheidung von Stoffwechselgiften
Regelung des Flüssigkeits- und Elektrolythaushaltes
Hormonproduktion (Blutdruckregulation, Bildung roter Blutkörperchen, Knochenstoffwechsel)
Regelung von Säure-Basen-Status (ph-Wert)

Diagnostik der Nierenfunktion

Frühe Stadien der Nierenfunktionsstörung bleiben oft symptomlos oder die vorhandenen Symptome sind eher unspezifisch. Umso wichtiger sind diagnostische Tests. Blutuntersuchungen, Analyse des Urins und bildgebende Verfahren wie Ultraschall oder Computertomographie (CT) führen zur richtigen Diagnose.

Symptome des chronischen Nierenversagens

In den Anfangsstadien verläuft eine chronische Nierenerkrankung meist komplett ohne Symptome. Patienten berichten gelegentlich über schaumigen Urin (als Zeichen einer zu hohen Eiweißausscheidung), oder auch bräunlichen Urin durch die Ausscheidung von Blutbestandteilen. In späteren Stadien kommt es zu zunehmenden Leistungseinschränkungen, Erbrechen und Übelkeit, Wassereinlagerungen und Atemnot. Im schlimmsten Falle kommt es zu einem starken Anstieg der harnpflichtigen Substanzen (Urämie) und der Patient verstirbt.

Therapie des chronischen Nierenversagens

Die Therapie verfolgt mehrere Ziele. Natürlich soll die Nierenfunktion so gut als möglich erhalten und optimiert werden, auslösende  Grunderkrankungen (z.B. ein Diabetes mellitus) müssen effektiv therapiert werden. Daneben steht aber auch die Verhinderung und Vorbeugung von Folgeerkrankungen und Komplikationen im Vordergrund.

Progressionshemmung: Um ein Fortschreiten der Erkrankung zu vermeiden, sollten nierenschädliche Medikamente gemieden werden. Der Blutdruck sollte medikamentös gut eingestellt sein. Für die Auswahl der dazu geeigneten Medikamente gibt es verschiedene Empfehlungen. Die Eiweißzufuhr sollte moderat eingeschränkt werden, ggf. ist es von Vorteil, die Blutfette medikamentös zu senken.
Behandlung von Folgeerkrankungen: Störungen des Mineral- und Knochenstoffwechsels, Wassereinlagerungen und eine Blutarmut (Anämie) müssen mit behandelt werden.
Vorbeugung gegen Komplikationen: Patienten mit einer chronischen Nierenerkrankung sind besonders durch Folgeerkrankungen aus dem Herz-Kreislauf-Bereich bedroht: Koronare Herzkrankheit, Herzinsuffizienz, arterielle Verschlusskrankheit oder ein Schlaganfall müssen durch entsprechende Therapie verhindert werden.
Ersetzen der Nierenfunktion: Im sehr fortgeschritten Stadium eines chronischen Nierenversagens ist die Funktion der Niere nahezu vollständig erloschen, der Patient benötigt ab diesem Zeitpunkt eine Nierenersatztherapie. Bekannte Verfahren sind beispielsweise die Dialyse (Blutwäsche), die Peritonealdialyse (Bauchfelldialyse), aber auch eine Nierentransplantation kann erwogen werden.

Prävention des chronischen Nierenversagens

Durch die Änderung von Lebensgewohnheiten lässt sich der chronischen Nierenerkrankung vorbeugen:

Verzicht auf Nikotin
Reduktion des Alkoholkonsums
Reduktion von Übergewicht
Reduktion von Kochsalz in der Nahrung
Viel Gemüse, wenig gesättigte Fette
Regelmäßige körperliche Betätigung

Neben den Veränderungen der Lebensgewohnheiten hilft auch die frühe und adäquate Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und eines Diabetes mellitus das Risiko für eine chronische Nierenerkrankung zu verringern.

Die Niere ist ein wichtiges Organ des menschlichen Körpers mit zahlreichen Funktionen. Kommt es zu einer chronischen Nierenerkrankung können zahlreiche Komplikationen auftreten. Die richtige Therapie hilft, die Nierenfunktion zu erhalten und Komplikationen vorzubeugen. Durch Veränderungen Ihrer Lebensgewohnheiten können Sie das Risiko, an einem chronischen Nierenversagen zu erkranken, verringern.


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