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Behandlung

Dialyse

 

Als Dialyse bezeichnet man die notwendige Behandlung bei einem Ausfall der Nierenfunktion. Die Dialyse ist eine Art regelmäßige Blutwäsche zum Ersatz der Nierenfunktion.

 

Ist die Funktion der Nieren im Körper komplett ausgefallen oder größtenteils eingeschränkt (z.B. bei chronischer Niereninsuffizienz) muss die Funktion des Organs ersetzt werden. Die Dialyse ist ein solches Nierenersatzverfahren. Giftige Substanzen, Elektrolyte (Salze) und andere harnpflichtige Substanzen, also Stoffwechselprodukte, die normalerweise über den Urin ausgeschieden werden, können mittels Dialyse aus dem Körper entfernt werden. Ebenso kann dem Körper Wasser entzogen werden, das er sonst aufgrund der gestörten Nierenfunktion einlagern würde.

Welche Therapieverfahren gibt es?

Hämodialyse

Durch eine teilweise durchlässige („semipermeable“) Membran findet ein Stoffaustausch statt. Auf der einen Seite der Membran fließt körpereigenes Blut mit den darin enthaltenen Giftstoffen, Elektrolyten und harnpflichtigen Substanzen. Auf der anderen Seite der Membran fließt, in entgegengesetzter Flussrichtung, eine Dialyseflüssigkeit, die diese Substanzen nicht, oder nur in geringer Dosis enthält. Es kommt zu einem Angleich der Konzentrationen über die Membran. Das heißt: Am Ende der Reaktion ist die Konzentration von oben genannten Stoffen im Blutkreislauf und in der Dialyseflüssigkeit identisch.

Um es in einem vereinfachten Beispiel zu verdeutlichen: Ein häufiges Problem bei Patienten mit einer Nierenfunktionsstörung ist der Anstieg des Kalium-Salzes im Körper. Beträgt die Konzentration im Blut zunächst 6 und es wird eine Dialyse mit einer Dialyseflüssigkeit mit einem Kaliumgehalt von 2 durchgeführt, ist die Kaliumkonzentration nach Behandlung im Körper auf 4 abgesunken. Die Konzentration des Kaliums in der Dialyseflüssigkeit hat sich entsprechend auf 4 erhöht.

Peritonealdialyse (Bauchfelldialyse)

Das Bauchfell („Peritoneum“) dient bei der Peritonealdialyse als Membran. In die Bauchhöhle wird mittels Katheter eine Dialyseflüssigkeit eingebracht und über mehrere Stunden belassen. Anschließend wird sie wieder entfernt oder gegen neue Dialyseflüssigkeit ausgetauscht. Durch kleinste Blutgefäße im Bauchfell finden oben beschriebene Austauschreaktionen statt. Das Verfahren ist für den Patienten schonender, auch ist man nicht von Dialysezentren abhängig, da die Peritonealdialyse problemlos zuhause oder während Urlaubsreisen durchführbar ist. Ein zusätzliches Risiko ist die Verschleppung von Bakterien in den Bauchraum mit nachfolgender Entzündung des Bauchfells.

Die Wirksamkeit der Peritonealdialyse ist der Hämodialyse unterlegen. Je schlechter die Nierenfunktion ist, desto weniger ist die Peritonealdialyse das geeignete Verfahren.

Wie wird eine Hämodialyse durchgeführt?

Um eine Hämodialyse durchführen zu können, benötigt man einen ausreichenden Blutfluss. Zur dauerhaften Hämodialysetherapie wird dem Patienten einmalig ein sogenannter Shunt angelegt. Ein Shunt ist eine operativ hergestellte Verbindung zwischen einer Arterie und einer Vene. Ort des Shunts ist normalerweise der Unterarm, aber auch Oberarm oder in seltenen Fällen der Oberschenkel kommen dafür in Frage. Durch den Shunt wird ein ausreichend hoher Blutfluss gewährleistet.

Zur Dialyse sucht der Patient eine darauf spezialisierte Praxis oder ein Dialyse-zentrum auf. Wie oft pro Woche eine Dialyse nötig ist, ist von Patient zu Patient verschieden und richtet sich nach Ausmaß der Nierenfunktionsstörung und dem Gesamtzustand des Patienten. Während der Dialyse sitzt oder liegt der Patient, es wird Blut  aus dem Shunt abgezogen und durch ein Dialysegerät gepumpt. Am Filter des Dialysegerätes finden oben beschriebene Austauschvorgänge statt. Desweiteren ist es möglich den Patienten überschüssiges Wasser aus dem Körper zu entfernen. Eine Dialysebehandlung dauert mehrere Stunden.

Die Dialyse ersetzt die Funktion der Nieren. Stoffwechselprodukte, Körpersalze und Giftstoffe können dabei aus dem Blut gefiltert werden. Die Häufigkeit der notwendigen Dialysebehandlungen ist von Patient zu Patient verschieden und ist abhängig von Nierenfunktion und Gesamtzustand des Patienten.


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