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Behandlung

Ich weise den Arzt auf alle Nebenwirkungen hin, die ich während meiner Chemotherapie spüre

 

 
 
Bestimmte Substanzen, die bei der Behandlung von Krebserkrankungen eingesetzt werden, rufen spezielle Wirkungen oder Nebenwirkungen hervor, die den Patienten meist nicht bekannt sind und im täglichen Leben sehr unangenehm sein können.

 

Ich erhalte eine Chemotherapie und spüre in meinen Fingern ein Prickeln. Gibt es dazu Erfahrungen?

Ja, wahrscheinlich. Bestimmte chemotherapeutische Behandlungen können im Bereich der Nerven, die für das Empfindungsvermögen der Finger und Zehen verantwortlich sind, Beeinträchtigungen wie ein Prickeln (manchmal mit dem Gefühl, «auf Watte zu gehen»), Juckreiz oder das Gefühl eines Einschlafens der Glieder hervorrufen.
Weisen Sie Ihren Arzt auf diese mit der Chemotherapie in Zusammenhang stehenden Symptome hin. Er wird gegebenenfalls die erforderlichen Massnahmen einleiten, die bis zum Absetzen der Substanz reichen können.

Das Aussehen meiner Haut ändert sich. Steht dies mit meiner Behandlung in Zusammenhang?

Ja, das ist möglich.
Bestimmte chemotherapeutische Behandlungen können die Ursache für eine Veränderung der Haut sein. Sie können verschiedene Hautreaktionen wie trockene Haut, eine Rötung ähnlich wie bei einem Sonnenbrand (Erythem), das Auftreten kleiner Pickel oder Plaques verursachen. 
Diese Beeinträchtigungen gehen vorüber, erfordern jedoch manchmal eine besondere Behandlung nach Beratung mit einem Hautarzt. Im Allgemeinen wird empfohlen, Sonnenschutzcremes zu verwenden, wenn Sie sich in der Sonne aufhalten.

Seitdem ich die Chemotherapie erhalte, leiden meine Nägel stark. Ist das normal?

Ja. Durch die chemotherapeutische Behandlung können Finger- und Fussnägel brüchig werden. Sie werden spröde, geriffelt, wellig ... Ausserdem können sie sich verfärben oder sogar abfallen. Halten Sie Ihre Nägel so kurz wie möglich. Nehmen Sie eventuell die Dienste einer Kosmetikerin in Anspruch.
Diese Reaktionen lassen nach dem Ende der Behandlung nach. Für den Moment sollten Sie mit Ihrem Arzt sprechen, damit er Ihre Behandlung so anpasst, dass diese unliebsamen Nebenwirkungen eingeschränkt werden.

Im Laufe meiner Behandlungszyklen treten neue Nebenwirkungen auf. Ist das normal?

Ja. Eine Chemotherapie kann Wirkungen hervorrufen, die sich von Zyklus zu Zyklus unterscheiden. Die Nebenwirkungen treten nicht alle gleichzeitig auf. Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen den Nebenwirkungen und dem Ihnen verschriebenen Medikamententyp sowie der Dosis, die sich im Verlauf der Zyklen summiert. Darüber hinaus können Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten auftreten. Zögern Sie nicht, mit Ihrem Arzt darüber zu sprechen, damit dieser Ihre Behandlung im Rahmen des Möglichen anpassen kann.

Können diese Nebenwirkungen nach Beendigung der Behandlung fortdauern?

Im Allgemeinen legen sich diese Nebenwirkungen mit dem Ende der Behandlung und treten danach nicht mehr auf. Sie sind temporär. In ganz seltenen Fällen können sie andauern. Man spricht dann von Nachwirkungen.

 

Es ist wichtig, dass Sie mit Ihrem Arzt über alle auftretenden Nebenwirkungen sprechen, damit er Ihre Behandlung im Rahmen des Möglichen anpassen kann, z.B. durch das Verschreiben bestimmter Medikamente zur Verbesserung der Verträglichkeit, durch Änderung der Dosis, durch Verlängerung des Zeitabstands zwischen den Zyklen oder auch durch Absetzen des Produkts.


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