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Praxis Dr. med. Hannes Meier

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Zusätzliche Untersuchung

Welche Schilddrüsenuntersuchungen sind notwendig?

 

Es gibt verschiedene Untersuchungsarten zur Diagnose oder Kontrolle von Schilddrüsenerkrankungen.

 

Wie wird die Schilddrüse untersucht?

Zuerst wird die Schilddrüse bei der klinischen Untersuchung abgetastet. Diese ist nur tastbar, wenn eine Funktionsstörung vorliegt.
Die Schilddrüse ist eine kleine bewegliche Drüse unten am Hals. Wenn sie tastbar ist, kann man beim Schlucken spüren, wie sie nach oben gleitet.
Eine Abtastung liefert genaue Informationen über die Beschaffenheit der Schilddrüse (fest oder weich), die Empfindlichkeit (schmerzhaft oder schmerzfrei), die Form (normal oder abnorm) oder das Vorhandensein von Knoten (Kügelchen spürbar oder nicht).
Sie ermöglicht das einfache Erkennen zahlreicher Schilddrüsenerkrankungen, z. B. eines Kropfes, d. h. einer Vergrößerung des Schilddrüsenvolumens oder des Vorhandenseins von Knoten.

Wozu dient eine Blutabnahme?

Eine Blutabnahme ermöglicht die Konzentrationsbestimmung der einzelnen Schilddrüsenhormone.
Sie ermöglicht Rückschlüsse auf die Funktionskapazitäten der Schilddrüse (stellt sie genügend Hormone her oder nicht?). Die wichtigste Konzentration, die zur Erkennung einer Schilddrüsenfunktionsstörung bestimmt wird, ist die von TSH. Dieses Hormon steuert die Schilddrüse.

Eine normale TSH-Konzentration weist auf eine korrekte Funktion hin.
Ein erhöhter Wert weist auf eine reduzierte Schilddrüsenfunktion hin.
Eine unter dem Normalwert liegende Konzentration lässt auf eine Überfunktion der Schilddrüse schließen.

Die Konzentration von TSH allein reicht aus, um Informationen zur Schilddrüsenfunktion zu erhalten, da sie präziser ist und früher von der Norm abweicht als die Konzentration der Schilddrüsenhormone. Anhand der TSH-Konzentration kann auch die Wirksamkeit einer Behandlung beurteilt werden.
Ergänzend kann eine Messung der Antikörper-Konzentrationen vorgenommen werden, anhand derer eine Unter- oder Überfunktion der Schilddrüse besser klassifiziert werden kann. In bestimmten Fällen werden auch Thyroxin- oder T4-Konzentrationen gemessen.

Wozu dient eine Ultraschalluntersuchung?

Bei dieser vollkommen schmerzfreien Untersuchungstechnik wird eine Ultraschallsonde über den Halsansatz auf Höhe der Schilddrüse geführt.
Der Ultraschall liefert morphologische Informationen über Volumen und Struktur der Schilddrüse. Er ermöglicht außerdem die Visualisierung von vorhandenen Knoten oder Zysten und stellt u. a. deren Volumen sowie festen oder flüssigen Inhalt dar.
Die Ultraschalluntersuchung der Schilddrüse ist absolut schmerzfrei.
Die eingesetzten Ultraschallwellen sind ungefährlich. Es gibt keinerlei Gegenanzeigen oder Nebenwirkungen.

Was versteht man unter einer Szintigrafie?

Diese Untersuchung, die bei einer Schilddrüsenüberfunktion häufig durchgeführt wird, dient zur Beurteilung der Schilddrüsenfunktion. Diese Technik macht sich die Fähigkeit der Schilddrüse zunutze, Jod zu absorbieren. Dabei wird eine kleine Menge radioaktives Jod (oder markiertes Technetium) in die Vene der Ellenbogenbeuge injiziert.
Die Knoten, die Hormone abgeben, verbrauchen Jod und nehmen daher das injizierte radioaktive Jod auf. Mit einer Spezialkamera kann diese in der Schilddrüse oder in den Knoten konzentrierte Radioaktivität sichtbar gemacht und so ein Bild der Schilddrüse erzeugt werden. Auf dem Bild können Bereiche mit erhöhter Anreicherung, was eine Überfunktion der Schilddrüse aufzeigt, z. B. im Fall von „heißen“ Knoten, oder Bereiche mit geringer Anreicherung zu sehen sein.
Die Injektion einer so geringen Dosis radioaktiven Jods ist völlig unschädlich für Ihren Organismus, und zwar auch dann, wenn Sie gegen Jod allergisch sind. Während einer Schwangerschaft ist eine Szintigraphie allerdings kontraindiziert.
Die Erfolge des Ultraschalls und der Zytopunktion machen die Szintigraphie zu einer immer seltener eingesetzten Untersuchung zur Abklärung von Knoten. Dennoch wird sie in bestimmten Fällen verschrieben. Derzeit wird diese Untersuchung nur eingesetzt, wenn der TSH-Wert niedrig ist und ein toxischer Schilddrüsenknoten untersucht wird, der zu stark funktioniert. Knoten, die kleiner sind als 9 mm, sind nicht sichtbar, daher ist die Untersuchung hier nutzlos.
Bei einer bestehenden oder vermuteten Schwangerschaft ist diese Untersuchung nicht ratsam.
Das Kontrastmittel (Jodprodukt) verursacht bei der Injektion ein Wärmeempfinden. Es kann eine allergische Reaktion hervorrufen.

Warum muss bei mir eine Punktion durchgeführt werden?

Eine Punktion oder Zytopunktion wird durchgeführt, um eine Diagnose über die Gutartigkeit oder Bösartigkeit eines oder mehrerer Knoten stellen zu können. Diese Untersuchung wird oft unter Ultraschall durchgeführt, um den Knoten besser anvisieren zu können, der im Ultraschall verdächtige Merkmale aufweist. Dabei werden mit einer sehr dünnen Nadel mehrere Zellen direkt am Knoten entnommen. Die Entnahme ist wenig schmerzhaft. Die entnommenen Zellen werden anschließend auf einem Objektträger verteilt und von einem Spezialisten für Schilddrüsenzytologie analysiert.
Diese Untersuchung ist praktisch schmerzfrei. Die Unannehmlichkeiten sind nicht größer als bei einer Blutabnahme. Die Entnahme wird mit einer extrem dünnen Nadel durchgeführt. Eine örtliche Betäubung ist dabei nicht erforderlich.
Es bestehen keine Komplikationsrisiken.

 

Um die unterschiedlichen Hormonkonzentrationen untereinander und ihre Entwicklung im Laufe der Zeit vergleichen zu können, ist es wichtig, die biologischen Untersuchungen stets im selben medizinischen Untersuchungslabor analysieren zu lassen.

Ihr Arzt oder einer seiner medizinischen Mitarbeiter informiert Sie über den Ablauf jeder Untersuchung. Diese stehen zu Ihrer Verfügung, um Ihre Fragen zu beantworten und Ihre Bedenken zu berücksichtigen.

Heben Sie die Untersuchungsergebnisse auf, und bringen Sie sie zur nächsten Untersuchung beim nächsten Arzttermin mit.


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Dr. Hannes Meier
 
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Allgemeinmedizin