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Zusätzliche Untersuchung

Krebs und Blutuntersuchungen: Was Sie wissen müssen

 

Im Rahmen einer Krebstherapie werden zahlreiche Blutproben entnommen, um die Entwicklung Ihrer Krankheit bzw. die Wirkung gewisser Behandlungen zu beurteilen.

 

Ich werde wegen einer Krebserkrankung behandelt und muss regelmässig zur Blutuntersuchung. Warum?

Während der Behandlung eines Tumors muss regelmässig Blut abgenommen werden, damit man eventuelle Komplikationen entdecken kann, die im Zusammenhang mit Ihrer Krankheit oder den Medikamenten auftreten könnten.

Was ist unter der Konzentration von Tumormarkern zu verstehen?

Unter Tumormarkern versteht man Substanzen, die von den Krebszellen gebildet werden. Die von den Tumorzellen erzeugten Marker sind im Blut nachweisbar, und ihre Konzentration lässt sich bestimmen. Obwohl ihre Konzentration sich im Allgemeinen proportional zum Tumorvolumen verhält, ist ein Grossteil dieser Sekretionen nicht krebsspezifisch, da sie in geringen Mengen auch im Normalzustand vorhanden sind. Bei harmlosen Erkrankungen oder bei Rauchern können die Tumormarker leicht erhöht sein. Für die Diagnose ist ihre Konzentration nicht von Bedeutung: Ein Anstieg deutet nicht zwangsläufig auf einen bösartigen Tumor hin. Ein deutlicher Anstieg hingegen entspricht einem bereits grossen Geschwulst, das sich leicht mit anderen Mitteln nachweisen lässt; ausserdem entwickeln sich viele Tumore, ohne Sekretionen abzugeben. Die Konzentration eines Tumormarkers ist vielmehr bei der Überwachung der Krankheitsentwicklung und zwar insbesondere während der Therapie aufschlussreich.

Bei meiner Blutuntersuchung wird ein kompletter Blutstatus verlangt. Wozu?

Ein Blutstatus ermöglicht, den Hämatokrit-Wert, die Zahl der weissen Blutkörperchen und der Blutplättchen (Thrombozyten) in Ihrem Blut zu bestimmen. 
Ein starker Rückgang der roten Blutkörperchen – diese Blutzellen versorgen die Gewebe mit Sauerstoff – deutet auf eine Anämie hin.
Die weissen Blutkörperchen schützen Ihren Organismus vor Infektionen. Wenn ihre Zahl sinkt, steigt das Infektionsrisiko. Umgekehrt kann ihr Anstieg der Hinweis auf eine Infektion sein.
Die Blutplättchen tragen zur Blutgerinnung bei und schränken das Blutungsrisiko ein. Wenn Ihre Zahl sinkt, steigt das Blutungsrisiko.

Warum muss ich einen Gerinnungstest machen lassen?

Im Allgemeinen wird diese Untersuchung vor einem chirurgischen Eingriff verlangt oder, um die Wirkung gewisser Medikamente, insbesondere von Gerinnungshemmern, zu überwachen.
Anhand eines Gerinnungstests kann man das Funktionieren der Abläufe beurteilen, die Ihren Organismus vor dem Risiko einer Blutung und somit grosser Blutverluste schützen.

Ich muss ein Ionogramm machen lassen. Was ist das für eine Untersuchung?

Bei einem Ionogramm wird die Konzentration der diversen Bestandteile – Ionen genannt – Ihres Organismus bestimmt. Kalium, Chlor, Natrium … Anhand dieser Analyse kann man beurteilen, ob Ihre Organe gut funktionieren.

Ich muss den Kreatiningehalt bestimmen lassen. Warum?

Gewisse Medikamente, die in der Krebstherapie eingesetzt werden, können die Nierenfunktion beeinträchtigen. Ein erhöhter Kreatininwert ist ein Zeichen für Niereninsuffizienz.

Mein Arzt verlangt einen Leberstatus von mir. Warum?

Manche Krebstherapien oder Tumorherde in der Leber (Lebermetastasen, Leberkrebs)) können zu Leberfunktionsstörungen führen. Bei einem Leberstatus bestimmt man die Konzentration der Transaminasen, den Gamma GT-Wert und den Bilirubinwert, um eine eventuelle Fehlfunktion Ihrer Leber aufzudecken.

 

Bewahren Sie Ihre Laborwerte sorgfältig auf und bringen Sie diese Unterlagen in die Sprechstunde mit.


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Dr. Hannes Meier
 
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Allgemeinmedizin