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Medizinischer Leitfaden

Multiple Sklerose (MS)

 

Die multiple Sklerose ist eine, oftmals schubförmig verlaufende, entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems, die ganz verschiedene neurologische Symptome hervorrufen kann. Weltweit leiden etwa 2,5 Millionen Menschen an Multipler Sklerose.

 

Die Multiple Sklerose (MS) ist eine entzündliche Erkrankung des zentralen Nervensystems. Im Verlauf kommt es zu einer Vielzahl von entzündlichen  Entmarkungsherden in Gehirn und Rückenmark, das heißt, Nervenzellen und Nervenfortsätze in der sogenannten „weißen Substanz“ des Gehirn und des Rückenmarks werden angegriffen – vermutlich durch körpereigene Abwehrzellen. Da diese Entmarkungsherde im gesamten zentralen Nervensystem verteilt auftreten können, kann  eine multiple Sklerose ganz verschiedene neurologische Symptome verursachen.   

Was sind die Symptome?

Die ersten Symptome treten meist zwischen dem 15. und dem 40. Lebensjahr im Rahmen eines Schubes auf. Die aufgetretenen  Symptome bilden sich zunächst  nach Abklingen des Schubes wieder komplett zurück. Häufig sind Sehstörungen und/oder Augenbewegungsstörungen ein erstes Symptom. Die Symptome richten sich nach der Lokalisation des entzündlichen Entmarkungsherdes im Zentralnervensystem und können ganz verschiedene neurologische Symptome hervorrufen: Missempfindungen (Parästhesien), Taubheitsgefühle, Schmerzen, aber auch Störungen der Bewegungsabläufe, z.B. Gangunsicherheiten, Zittern der Hände, Schluckstörungen oder komplette Lähmungen einzelner Körperteile. Durch die Schädigung des Gehirns können auch psychische Symptome und, in späteren Stadien der MS, eine Demenz auftreten.

Wie wird die Multiple Sklerose diagnostiziert?

Zur Diagnose der Multiplen Sklerose werden einerseits die klinischen Befunde, also das Ergebnis der neurologischen Untersuchung, und andererseits die Symptome des Patienten herangezogen. Besteht danach der Verdacht auf eine Multiple Sklerose, werden mittels Magnetresonanztomographie (MRT) Schichtbildaufnahmen des Zentralnervensystems gemacht. Hierbei lassen sich die entzündlichen Entmarkungsherde darstellen und im Verlauf beobachten.

Wie verläuft eine Multiple Sklerose?

Die Multiple Sklerose kann in mehreren Verlaufsformen auftreten. Typisch sind sogenannte „Schübe“. Ein „Schub“ ist definiert als das Auftreten neuer, oder das Wiederaufflammen bekannter Symptome, die in Verbindung mit den entzündlichen Entmarkungen im Zentralnervensystem stehen. Ein Schub dauert von wenigen Tagen, bis hin zu mehreren Wochen. Per Definition müssen zwischen zwei Schüben mindestens 30 Tage liegen.

 Je nach Rückbildung der Symptome zwischen den Schüben und kontinuierlicher Verschlechterung der Symptomatik, unterscheidet man verschiedene Verlaufsformen der multiplen Sklerose: Schubförmig remittierende MS und sekundär progrediente MS.

Einige Patienten zeigen keinen schubförmigen Verlauf. Die neurologischen Symptome entwickeln sich schleichend progredient, ohne zwischenzeitliche Rückbildung. Diesen Verlauf nennt man primär-progrediente Multiple Sklerose.

Wie wird Multiple Sklerose behandelt?

Trotz großer Forschungsanstrengungen ist es bisher nicht möglich, eine Multiple Sklerose zu heilen. Ziel aller therapeutischen Maßnahmen ist, die Unabhängigkeit der Patienten im Alltag zu erhalten, Komplikationen der Multiplen Sklerose zu verhindern und die bestmögliche Lebensqualität zu erreichen.

Die medikamentöse Therapie der Multiplen Sklerose ist von Patient zu Patient verschieden und richtet sich nach Art der Multiplen Sklerose, auftretenden Symptomen und den persönlichen gesundheitlichen Voraussetzungen. Die medikamentöse Therapie wird im Allgemeinen unterteilt in: Schubtherapie, immunmodulierende Langzeittherapie und Therapie der vorliegenden Symptome.

Neben der medikamentösen Therapie spielen auch Physiotherapie, Psychotherapie und Ergotherapie eine wichtige Rolle bei der umfassenden Behandlung der Multiplen Sklerose.

Die multiple Sklerose ist eine, oftmals schubförmig verlaufende, entzündliche Erkrankung des Zentralnervensystems, die ganz verschiedene neurologische Symptome hervorrufen kann. Nach neurologischer Untersuchung und MRT-Schnittbilddiagnostik sollte die individuelle Therapie durch einen Spezialisten erfolgen.


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