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Erkrankungen der Prostata

 

Die Prostata ist ein Organ des Mannes. Erkrankungen dieser Drüse zeigen sich oftmals in Form von Beschwerden während des Wasserlassens oder als Harndrang.

 

Anatomie und Funktion der Prostata

Die Prostata (Vorsteherdrüse) ist ein Organ des Mannes und schließt sich im Bereich des Blasenhalses (Fundus) der Harnblase von unten anliegend an. Durch die Prostata verlaufen die Harnröhre (Urethra), sowie der paarig vorhandene „Ductus ejaculatorius“. Durch diesen Kanal fließt während der Ejakulation das prostataeigene Sekret, Sekret aus den Nebenhoden und der Samenblase. Die Funktion der Prostata wird durch das Hormon Testosteron reguliert.

Diagnostik

Die Untersuchung der Prostata beruht, neben dem Abtasten der Prostata durch Ihren Arzt, auf verschiedenen technischen Untersuchungen wie Ultraschall, Computertomographie (CT), Magnetresonanztomographie (MRT) oder einer Positronen-Emissions-Tomographie (PET). Mittels einer Prostatastanze kann eine Probe entnommen werden und feingeweblich untersucht werden.

Erkrankungen der Prostata und deren Therapie

Unabhängig von der Art der Erkrankung der Prostata kann es, durch die anatomische Lage in der Nähe des Blasenhalses, bei Schwellung oder anderer Vergrößerung der Prostata zu Harnabflussstörungen kommen. Häufig ist diese Störung eines der ersten Zeichen einer Erkrankung der Prostata.

  • Prostatitis

Die Prostatitis ist eine, meist bakterielle, Entzündung der Prostata. Diese kann sowohl als akute Form auftreten, als auch über einen längeren Zeitraum bestehen (chronische Form).  Patienten mit einer Prostatitis klagen über mehr oder weniger starke Schmerzen während und nach der Ejakulation. Schmerzen können auch im Bereich der Schamregion, der Anal- oder Lendengegend auftreten. Das Wasserlassen kann mit brennenden Schmerzen verbunden (Algurie) sein, ebenso kommt es zu einem häufigen Harndrang (Pollakisurie) und Harnabflussstörungen. Obwohl erst wenige statistische Erhebungen durchgeführt wurden, zeigt sich bereits eine große klinische und gesundheitspolitische Relevanz dieser Erkrankung. Man geht davon aus, das etwa 2-10% der männlichen Bevölkerung unter einem Prostatitissyndrom leiden. Die Therapie der Prostatitis besteht je nach vorliegender Form aus verschiedenen Antibiotika und unterstützenden Medikamenten.

  • Benigne Prostatahyperplasie (BPH)

Die benigne Prostatahyperplasie ist eine gutartige Vergrößerung der Prostata. Gewöhnlich sind Männer im mittleren oder hohen Lebensalter davon betroffen. Ab dem 6. Lebensjahrzehnt findet sich bei etwa 50% aller Männer eine gutartige Vergrößerung der Prostata. Durch ihre anatomische Lage im Bereich des Harnblasenhalses und den Durchgang der Harnröhre durch die Prostata kann es bei Vergrößerung der Prostata zu Beschwerden beim Wasserlassen kommen (Miktionsbeschwerden). Typisch sind auch Entleerungsstörungen, häufiger nächtlicher Harndrang, ein schwacher, unterbrochener Harnstrahl sowie sogenanntes Nachträufeln. Die Therapieziele bei der Behandlung der benignen Prostatahyperplasie richten sich nach Stadium der Erkrankung. Die medikamentöse Behandlung kann ein Fortschreiten des Wachstums verhindern und bestehende Symptome, die zu einer Einschränkung der Lebensqualität führen, reduzieren. Bei ausgeprägten Komplikationen der Prostatahyperplasie wie Harnverhalt oder starke Blutungen, kann eine Indikation zur Operation gestellt werden. Das übliche Verfahren ist dabei die transurethrale Resektion der Prostata (TURP). Bei dieser Operation wird Gewebe der Prostata durch die Harnröhre mittels einer elektrischen Schlinge abgetragen und so die Größe der Prostata reduziert.

  • Prostatakrebs

Der Prostatakrebs (Prostatakarzinom, Prostata-Ca) gehört zu den häufigsten Krebserkrankungen des Mannes. Nach Lungen- und Darmkrebs stellt er die dritthäufigste tödliche Krebserkrankung dar. Während die Erkrankung im Frühstadium oft symptomlos ist, kommen später Beschwerden wie Blasenentleerungsstörungen, Schmerzen beim Wasserlassen, in noch späteren Stadien auch Knochenschmerzen, Blutarmut und Gewichtsverlust hinzu. Häufig hat bereits beim Auftreten erster Symptome eine Metastasierung des Prostatakarzinoms in andere Gewebe stattgefunden. Um die Erkrankung frühzeitig zu erkennen, wird eine Früherkennungsuntersuchung für Männer ab dem 50. Lebensjahr empfohlen. Die Entscheidung zur Therapie ist immer im Einzelfall zu treffen, da das Prostatakarzinom häufig erst in hohem Lebensalter auftritt, so dass fraglich ist, ob eventuelle Symptome überhaupt noch erlebt werden. Fällt die Entscheidung für eine Therapie gibt es verschiedene Optionen, die je nach Stadium der Erkrankung zur Verfügung stehen: Operation mit kompletter Entfernung der Prostata (Prostatektomie), Strahlentherapie, Hormontherapie und Chemotherapie. Neue Therapieverfahren wie z.B. die therapeutische Hyperthermie (Nanotherapie) befinden sich noch in der Entwicklung.

Zögern Sie nicht Ihren Arzt zu konsultieren. Je früher man eine Erkrankung der Prostata therapiert, desto eher kommt man zu einem guten Ergebnis.


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Dr. Hannes Meier
 
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Allgemeinmedizin
 
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